Schwerbelastungskörper
Mathilde Tijen Hansen
Zwischen Leerstellen, Baulücken, Übergangszonen und nachverdichteten Stadträumen zeichnet die Arbeit Schwerbelastungskörper ein vielschichtiges Bild Berlins. Ausgangspunkt ist die nie realisierte Nord-Süd-Achse der nationalsozialistischen Stadtplanung und das bis heute erhaltene gleichnamige Baudenkmal in Berlin-Tempelhof – Relikte eines Vorhabens, dessen Spuren sich bis heute in die Stadt eingeschrieben haben.
Mathilde Tijen Hansen folgt diesen Spuren und verbindet in Schwarz-Weiß-Fotografien urbaner Räume und Landschaften sowie Porträts ihrer heutigen Bewohner historische Einschreibungen mit gegenwärtigen Lebenswirklichkeiten.
Ergänzt durch Archivmaterialien zu Abrissen und verdrängten Sozialstrukturen, eröffnet die Arbeit einen Blick auf den fortwährenden Wandel Berlins und darauf, wie unterschiedliche Generationen und Gemeinschaften die Stadt immer wieder neu aneignen.