GALERIE im TEMPELHOF MUSEUM | Profil



Foto: Gerhard Haug

Nur wenige Kilometer vom Gelände des ehemaligen Flugfeldes Tempelhof entfernt, gut angebunden durch U-Bahn und Metrobusse, befindet sich das ehemalige Schulhaus von Mariendorf aus dem Jahr 1873. Im Hochparterre des heutigen Tempelhof Museums befindet sich die kommunale Galerie. Hier stellen in Kabinettausstellungen professionell arbeitende Künstler_innen aus und werden Ausstellungen zu kulturhistorischen Fragestellungen präsentiert. In den Sommermonaten bietet die Galerie engagierten ortsansässigen Künstler_innen ein Forum. Die Kunst kommt dahin, wo die Menschen leben. Galerieleiterin ist Barbara Esch Marowski.


GALERIE im TEMPELHOF MUSEUM – Programm 2020


24.1. bis 17.3.2020
Das Frauenmuseum Berlin mit der Reihe Kammerspiel zu Gast
2 in 1 – Zweisam
Ina Geißler / Uschi Niehaus
Uschi Niehaus und Ina Geißler sind Mitglieder des Künstlerinnennetzwerkes Frauenmuseum Berlin. Die Malerinnen, die beide bei Marwan studiert haben, beschäftigen sich mit dem Thema Wort und Bild. Uschi Niehaus reibt farbige Pigmente in Papiere und kratzt Wortfragmente heraus. Ziel ihrer Arbeit ist die Beschäftigung mit der Macht des Wortes.
Ina Geißler schneidet und faltet Buchstaben aus Papieren. Die entstehenden Cut-Outs aus Wortspielen lenken den Blick unter die Oberfläche.

27.3. bis 16.8.2020
Wild & Ochse - Zoologische Ansichten
Fotografien von Hildegard Ochse und Sabine Wild
Die Ausstellung zeigt divergente Ansichten aus europäischen und asiatischen Zoos. Die beiden Positionen der Autorenfotografinnen Sabine Wild, mit ihren Serien "Territorien" und Hildegard Ochse mit "Gastland Bundesrepublik Deutschland" unterscheiden sich in ihrer Herangehensweise, in unterschiedlichen Techniken sowie im Aufnahmezeitpunkt, aber nur wenig in ihrer persönlichen Haltung zu dem gewählten Thema. Zoologische Gärten dienen als ein Ort, an dem Tiere gesammelt und ausgestellt werden, ähnlich wie in einer Kunstausstellung. Sie sind der Endpunkt in der Beziehung zwischen Mensch und Tier.


11.9. bis 8.11.2020 
Ugly Babies – Fotografien Liu Xia (AT)
Erstmals seit ihrer Ankunft im deutschen Exil stellt die chinesische Künstlerin Liu Xia, Witwe des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo, ihre Arbeiten in Berlin aus, der Stadt, in der sie nunmehr lebt. Zu sehen ist eine Auswahl von Schwarz-Weiß-Fotografien, die zwischen 1996 und 1999 entstanden. Zu dieser Zeit verbrachte Liu Xiaobo drei Jahre Haft im Arbeitslager Dalian, und Liu Xia, von der Malerei kommend, wandte sich zunehmend der Fotografie zu. Sie erschuf einen ganz eigenen Kosmos, der von drangsalierten Puppen, ihren „Ugly Babies“, bevölkert wird. Im selben Kontext entstanden eindrückliche Stilleben, die Isolation und Vergänglichkeit thematisieren.

20.11.2020 bis 10.1.2021 
Im Rahmen der Reihe CrossKultur
Wer hat Angst vor ... Maks Velo?
Kunst und Diktatur in Albanien
Maks Velo wurde 1935 in Paris als Sohn albanischer Eltern geboren. Er arbeitete als erfolgreicher Maler und Architekt in Albanien, bis er 1978 als Gegner des kommunistischen Regimes zu zehn Jahren Haft verurteilt wurde. Der Großteil seines künstlerischen Werks wurde vernichtet. Anhand von Reproduktionen, die sich in Archiven der staatlichen albanischen Organe fanden, erschuf Velo sein Werk neu. Dr. Annette Seeler hat diese Ausstellung mit finanzieller Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur kuratiert.


Infolge der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie hat sich das Jahresprogramm der kommunalen Galerien verändert, die Tempelhofer Kunstausstellung wird auf 2021 verschoben.

 



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